Die Suche geht weiter – Schritt 4: Ist er das?

Täglich grüßt das Murmeltier, so komme ich mir fast schon vor.
Tag ein, Tag aus checke ich die üblichen Seiten im Internet und habe ein paar Händler-Seiten mit Lesezeichen versehen und ticker immer wieder alle Seiten durch.

Die Porsche-Modelle die ich gut finde, sind meistens schon verkauft oder deutlich zu teuer.
Da war es wieder das Problem mit dem Anspruch und dem schnöden Mammon.

Ich kaufe mir alle Klassik-Autozeitschriften, sobald dort ein 911 in einem Bericht erscheint. Dort ist auch häufig ein großer Anzeigen-Teil drin. Wirklich spannende Lektüre, wenn man auf der Suche ist…
Aber auch hier ist größtenteils nur etwas in zwei Nummern zu groß dabei.
Aber es gibt ja auch bei den meisten Zeitschriften auf der Internetseite eine Suchfunktion zu Fahrzeug-Angeboten.
Na, dann mal los…

Ich pflüge mich durch die vielen Seiten. Es sind ziemlich viele Seiten, denn ich habe lediglich die Einschränkung Porsche und 911 ausgewählt. Da tauchen wirklich echte Sahnestücke auf, nur leider reicht ein Schmuckstück zum Kauf nicht aus – auch ein Schmuckkoffer reicht da häufig nicht. Wirklich sehr schöne Exemplare, aber leider auch viiiiieeeeel zu teuer.

Plötzlich bleibe ich hängen. Da ist ein Targa, der wirklich sehr gut aussieht und auch preislich im Rahmen des Möglichen liegt.

Sofort kommt wieder die Stimme hoch, die mir imaginär ins Ohr säuselt: „Ist bestimmt eine zusammengeschusterte Spachtel-Kiste“.
Trotzdem bleibe ich irgendwie bei dem Wagen hängen. Irgendetwas hält mich an ihm, ich kann nicht sagen was es ist.
Ich kontaktiere den Verkäufer per e-Mail um nach ein paar Eckdaten zu fragen, die nicht in der Anzeige stehen.
Gleich am nächsten Morgen finde ich eine Antwort in meinem Posteingang. Das ging ja schnell (Zeitverschiebung von 9 Stunden).

Aus der e-Mail lese ich folgendes: Der Targa ist ein US-Modell aus Californien, ohne jeglichen Rost. Der Wagen stand zuletzt in einer Porsche-Sammlung (noch so ein Verrückter wie ich es mal werden möchte). Der Besitzer ist allerdings verstorben und die Witwe verkauft nun die komplette Sammlung. Dieser fällt in mein Budget und befindet sich innen wie außen in einem hervorragenden Zustand, wie mir der Verkäufer versichert. Na, der kann mir viel erzählen. Davon glaube ich erstmal nur die Hälfte. Aber auch dann ist der Wagen noch TOP!

Wie gebannt schaue ich mir die Bilder an. Der Verkäufer hat mir noch einen Link zu weiteren Bildern geschickt. Jedes der gefühlt 80 Bilder wird einzeln auf Festplatte kopiert und in einem Bildprogramm aufgezoomt. Jede auch noch so kleine Ecke wird beäugt. Aber da ist einfach nicht ein Makel zu erkennen. Aber das sind ja halt auch nur Bilder – da ist das häufig so (und es gibt da genug Programme zum nachhelfen). Im Original sieht das bestimmt ganz anders aus.
Aber im Original werde ich ihn nicht sehen können, denn dafür nach Californien zu fliegen passt gerade überhaupt nicht zu meinem Terminkalender. Und dann noch ein paar Tage just for fun durch die Gegend fliegen – iss nicht.

Also suche ich erstmal weiter…

Aber der Wagen lässt mich nicht mehr los. Ich finde mich ständig auf dieser Seite mit dem schwarzen Targa wieder und scrolle durch die Liste mit den Bildern… ich kann mich einfach nicht satt sehen.

Der und kein anderer soll es werden…

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