Die Abholung – endlich ist es soweit

So nun ist es also soweit, ich fahre los um meinen Zweitelfer endlich abzuholen.

Heute ist also der Tag der Tage…!!!

Ich bin schon ganz aufgeregt. Um kurz nach 12 Uhr geht’s los. Ein Freund holt mich ab und wir fahren gemeinsam zu der Spedition, die auch die Zoll-Formalitäten für mich erledigt hat. Ich habe mich vorab per e-Mail angekündigt und als wir eintreffen ist alles schon vorbereitet. Der Title (also der amerikanische Fahrzeugbrief – sozusagen), die Zollpapiere incl. der Bestätigung über die Zahlung der Mehrwertsteuer und ein Auto-Abnahmeprotokoll der Spedition liegen bereit.

Kurz noch den Empfang der Papiere gegenzeichnen, dann bekomme ich den Schlüssel ausgehändigt… Ich sehe zu, dass ich schnell zu dem Parkplatz hinter der Spedition gelange, wo er steht.

Und da steht er… Endlich! Sooo lange habe ich auf ihn gewartet. Am 22. Mai wurde er in den Container verladen und am 04 Juni ist das Schiff losgefahren – angekommen an 05. Juli in Hamburg. Und heute am 12.Juli steht er in voller Gänze vor mir.
Gefühlt kam mir das unendlich lange vor.
Der erste Eindruck ist positiv. Wirklich wie beschrieben. Er macht einen guten äußeren Eindruck. Ich denke noch von dem Verkäufer kaufe ich nochmal ein Auto. Für seine 28 Jahre und vor dem Hintergrund des Preises ist er wirklich sehr gut. Ich bin begeistert…

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Unter dem Carport der Spedition stehen noch zwei andere Porsche. Ein Turbo als Flatnose und ein weiterer Targa, der allerdings auf der Beifahrerseite einen mitgekriegt hat und der Kotflügel ramponiert ist. Der ist wohl mal längs an einer Leitplanke langgeschuppert.

Mein Freund hat den Zweitelfer, in der Zeit in der ich die Papiere geholt habe, schon entdeckt und ist schon dabei die Schilder anzubringen. Ich hatte an alles gedacht. Klebeband, Kabelbinder, Schraubendreher in verschiedenen Ausführungen und sogar einen Akkuschrauber mit einem Bohrer für die Schilder. Hier hatte ich extra darauf geachtet dass der Bohrerdurchmesser zu den Kabelbindern passt. Aber ich habe trotzdem bei der Auswahl nicht auf alles geachtet, denn ich wede mit den Worten epfangen: „Du kannst aber schon einen Holzbohrer von einem Metallbohrer unterscheiden, oder?!?“ Da habe ich dann wohl in der Aufregung den falschen Bohrer erwischt. Denn wie ein Metallbohrer aussieht, das weiß ich schon sehr genau. Während meiner Azubi-Zeiten hatte ich das Vergnügen mehrere von den Dingern anzuschleifen. Die waren dann plötzlich immer nur noch halb so lang, weil ich den richtigen Winkel immer nicht hinbekommen habe…

Okay, nun reinsetzen und losfahren – so die Theorie…
Der Wagen ist offen. Ich setze mich auf den Fahrersitz und stecke den Schlüssel ins Zünschloss – nichts passiert. Klar, die Batterie ist am Ende. Und da kommt auch schon der Herr, der mir die Papiere ausgehändigt hat mit einer mobilen Starthilfe-Station.

Wir klemmen die Starthilfekabel an und ich starte den Motor.
Der Wagen springt auf Anhieb an – ich bin begeistert. Danke Peter!!! Ich kaufe wieder bei Dir…!!!

Ich lasse dem Motor etwas laufen und versuche ihn von der Drehzahl in einem Bereich zu halten, dass er nicht ausgeht und nicht zu hoch dreht. Doch ohne die Starthilfe-Batterie geht er sofort wieder aus.

Auch nach mehreren Versuchen keine Änderung – die Batterie ist total leer.

Abschleppen ist die einzige Möglichkeit – gesagt getan:

Abschlepp-Aktion_Porsche_Targa

Ich hatte während der Starthilfe-Phase das Fenster (per elektrischen Fensterhebern) runtergefahren. Aber zwischenzeitlich war der Herr mit der mobilen Batterie schon wieder verschwunden und ich bekam das Fenster nicht mehr bewegt. Somit musste ich mit offenem Fenster fahren. Aber das Wetter spielt ja mit – wenigstens ist es trocken, wenn auch eigentlich zu kalt für ein offenes Fenster…

Und da die Batterie überhaupt keine Elektronen mehr auf den Weg schickte, funktionierte natürlich die Warnblinkanlage nicht. Da haben wir kurzerhand ein Warndreieck auf die Heckscheibe des Zweitelfers geklebt. Klebeband hatte ich ja dabei. Und los ging es…

Unterwegs haben wir noch an einer Tankstelle halt gemacht um nachzutanken, denn die Tanknadel war ziemlich weit unten im Reservebereich (die bewegte sich während der Starthilfe-Phase mit Einschalten der Zündung nur minimal nach oben) und als wir dann schließlich zu Hause ankamen wurde gleich eine neue Batterie eingebaut.

Und was soll ich sagen er läuft prima!!! Der Motor ist trocken und Rost habe ich auch noch keinen entdeckt. Sicherlich hat er ein paar kleine Kratzer und zwei minimale Dellen, aber die muss man schon sehr genau suchen. Ich bin wirklich sehr zufrieden. Alles genau wie von Peter beschrieben. Vielleicht sogar noch einen Tuck besser als erwartet. Immerhin ist das Auto 28 Jahre alt. Da gehört ein wenig Patina dazu. Aber das ist alles im Rahmen und völlig okay.

Inzwischen habe ich auch den 10-fach CD-Wechsler im Kofferraum entdeckt. Der stand überhaupt nicht in der Anzeige. Aber ich habe ja inzwischen ein Blaupunkt-Radio besorgt, dass ich dann später noch einbauen werde…

Jetzt steht als nächstes TÜV und Umbau auf deutsche Zulassungsvorschriften an…
Es bleibt spannend!!!

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