Hausbau oder Porschesammlung…? Teil 2

So, ich habe lange nichts von mir hören lassen, denn es ist in der Zwischenzeit ziemlich viel passiert.

Nachdem ich also den Entschluss gefasst hatte, die Ölklappe auf jeden Fall zu behalten musste eine Entscheidung her.

Die alten wollte ich ja nicht verkaufen, weil ich die niemals wieder bekomme. Darum viel der Entschluss das 997 Cabrio zu verkaufen. Gesagt, getan. Die Anzeige war schnell erstellt und auch die ersten Interessenten ließen nicht lange auf sich warten. Um Euch nicht allzu lange auf die Folter zu spannen, mache ich es kurz. Der Wagen wurde ziemlich schnell verkauft.

Aber als der Käufer mit dem Wagen vom Hof fuhr, tat das irgendwie richtig doll weh…
Es ist irgendwie komisch, aber die Trennung danach war fürchterlich. Jedesmal wenn ich einen aktuelleren Porsche (dazu zähle ich alle Modelle ab dem 997) gesehen habe, kam der Trennungsschmerz hoch und die Gedanken an die schönen (und schnellen) Ausfahrten waren sofort wieder präsent. Aber nun war es zu spät, der 997 ist weg…

Ich versuchte mich abzulenken und stieg in den 912. In die Ölklappe konnte ich nicht steigen, weil ich „sie“ kurz zuvor in die Werkstatt gebracht hatte, um den Motor richtig einstellen zu lassen. Das ist bei der mechanischen Einspritzanlage nicht ganz trivial, denn es gibt in Deutschland nur noch eine oder maximal zwei Firmen, die noch die originalen Vorrichtungen haben um dieses zu erledigen. Dementsprechend teuer ist das Ganze und auch der Service am Kunden ist nicht gerade optimal. Drängelnde Nachfragen werden mit unerledigt zurückversendeter Ware bestraft. Darum heißt es warten und schonmal sparen…

In der Zwischenzeit (es sind ja inzwischen einige Monate vergangen) hat sich herausgestellt, dass eine Komplett-Revision des Motors notwendig ist. Und die Einspritzanlage ist inzwischen zum dritten Mal zur Nacharbeit zurückgeschickt worden. Nun müsste es passen, wenn die Anlage wieder da ist. Aber den Motor nun komplett machen zu lassen hat mich doch ziemlich kalt erwischt. Da kommt eine stolze Summe zusammen. Aber vermutlich ist es die beste Variante, es gleich richtig zu machen. Dann hat man erst mal Ruhe…

Ich stieg also in den 912 und führ eine Runde. Es war ziemlich warm und in dem Coupé fast nicht auszuhalten. Ach wie hätte ich mir jetzt mein 997 Cabrio zurückgewünscht… Aber ich fahre ja jetzt Oldtimer, also cruiste ich weiter durch die Weltgeschichte. Berge hoch und durch Serpentinen wieder runter. Bei dem „Berge hoch“ wären ein paar PS mehr auch ziemlich schick gewesen. Ich sehnte mich schon wieder nach den fehlenden 295 Pferdchen. Ziemlich lahm so ein 912, denn auf der Autobahn ist bei etwa 120 km/h Schluss. Er könnte vielleicht noch 20 bis 25 km/h schneller, aber das tue ich dem Motor lieber nicht an. Also heißt es 120 ist Ende!
Dieser beiden Ereignisse haben mich in dem Entschluss bestärkt, nun doch den 912 zu verkaufen und mir von dem Erlös wieder einen aktuelleren Porsche zu kaufen.

Darum habe ich eine weitere Anzeige geschaltet und den 912 inseriert. Immerhin bin ich ihn knapp zwei Jahre gefahren. Das war eine schöne Zeit, aber letztendlich reicht es einen alten zu unterhalten.
Die Anzeige war etwa nichtmal eine Woche online, als sich der erste Interessent gemeldet hat. Das Interesse an dem Wagen war ziemlich hoch.

Und was soll ich sagen, er war heute hier und hat den 12er gleich mitgenommen.

Tschüß Painted Dash...

Tschüß Painted Dash…

Jetzt ist er also weg. Da wären einige Kosten für Blecharbeiten auf mich zugekommen, darum ist im Moment für mich kein schlimmes Gefühl, dass der 912 nun verkauft ist. Und der Käufer hat recht gute Konnections um das entsprechend zu beheben.

Nun kann ich erstmal das Grundstück kaufen, das Haus bauen und die Komplettrevision vom Motor der Ölklappe bezahlen. Wenn dann noch etwas übrig sein sollte, dann steht wieder ein aktuellerer Porsche auf dem Wunschzettel.

 

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